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Erstattung fürs Laden zu Hause bei deutschen Dienstwagen 2026

Von Nick Telecki, CEOLinkedIn

Nick Telecki ist CEO von Rally und schreibt über Flottenzahlungen, Tankkarten, Laden von E-Fahrzeugen, Maut und europäische Flottenausgaben.

Erstattung fürs Laden zu Hause bei deutschen Dienstwagen 2026

Häufige Fragen

Nach der jüngsten BMF-Leitlinie ist für ein vollelektrisches Firmenfahrzeug eine steuerfreie Pauschale von rund 70 € pro Monat möglich, wenn kein Laden am Arbeitsplatz verfügbar ist, oder rund 30 € pro Monat, wenn der Arbeitgeber auch Laden am Arbeitsplatz anbietet. Für Plug-in-Hybrid-Dienstwagen gelten etwa halb so hohe Sätze. Höhere Beträge können über die Istkostenmethode mit separatem Zähler oder Smart-Wallbox-Protokoll erstattet werden. Prüfen Sie die aktuellen Werte mit Ihrem Steuerberater, bevor Sie die Zahlen in einer internen Richtlinie veröffentlichen.
Nein, sofern die Erstattung innerhalb der BMF-Grenzen bleibt oder durch dokumentierte Istkosten belegt ist. § 3 Nr. 46 EStG stellt das elektrische Laden von Dienstwagen ausdrücklich von der Lohnsteuer frei, und die BMF-Pauschale bewegt sich innerhalb dieser Befreiung. Eine Erstattung über der BMF-Grenze ist nur dann steuerfrei, wenn der Arbeitgeber höhere tatsächliche Kosten nachweisen kann, typischerweise über ein Wallbox-kWh-Protokoll und die jährliche Stromrechnung des Fahrers. Jeder Mehrbetrag ohne diesen Nachweis gilt als steuerpflichtiger Arbeitslohn.
Nur wenn Sie die Istkostenmethode nutzen. Für die Pauschale ist kein Zähler nötig — das BMF akzeptiert eine schriftliche Erklärung des Mitarbeitenden plus die wiederkehrende Payroll-Zeile als ausreichende Dokumentation. Für die Erstattung nach Istkosten brauchen Sie eine getrennte Messung: entweder einen eigenen Strom-Unterzähler am Wallbox-Stromkreis oder eine Smart-Wallbox, die jede Ladesitzung mit kWh und Zeitstempel protokolliert. Ohne diese Trennung geht das Finanzamt davon aus, dass Haushaltsverbrauch in die Erstattung einfließt, und kann sie als steuerpflichtig behandeln.
Ja. Die Pauschale deckt nur das Laden zu Hause ab. Öffentliches Laden an Autobahn-Ladern, bei Kunden oder in Stadtnetzen ist ein separater Geschäftskostenposten und läuft über die EV-Ladekarte der Firmenflotte und die Firmenrechnung. Beides kann für denselben Fahrer im selben Monat parallel bestehen: Die Pauschale erscheint als steuerfreie Zeile in der Lohnabrechnung, und die öffentlichen Ladevorgänge erscheinen auf der monatlichen Flottenkartenrechnung mit je Vorgang ausgewiesener MwSt. Die beiden Ströme zählen nicht doppelt, weil sie unterschiedliche kWh abdecken.
Eine typische Lohnsteuer-Außenprüfung achtet auf vier Dinge: eine schriftliche Arbeitgeberrichtlinie mit Verweis auf § 3 Nr. 46 EStG und das BMF-Schreiben, eine unterschriebene Methodenwahl jedes Fahrers, Nachweise je Methode (bei der Pauschale nur Richtlinie und Lohnzeile; bei Istkosten Wallbox-Logs und die Stromabrechnung des Fahrers) sowie eine klare Lohnspur auf einer eigenen Erstattungszeile. Alle Unterlagen sollten für die übliche deutsche steuerliche Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren aufbewahrt werden.
PHEVs werden unter der BMF-Pauschale mit etwa dem halben BEV-Satz erstattet, weil sie insgesamt meist weniger Strom ziehen — der Großteil ihrer Energie kommt aus Benzin oder Diesel. Mit Lademöglichkeit am Arbeitsplatz liegt die PHEV-Pauschale bei rund 15 € pro Monat; ohne Laden am Arbeitsplatz bei rund 35 € pro Monat. PHEVs, die selten elektrisch geladen werden, bleiben meist besser bei der Pauschale, da ihr tatsächlicher kWh-Verbrauch den Pauschalbetrag selten übersteigt.
Eine EV-Ladekarte für Flotten liegt auf der Unternehmensseite des Prozesses. Öffentliche Ladevorgänge, grenzüberschreitendes Roaming und mit Smart-Wallbox-Integration auch die kWh fürs Laden zu Hause landen auf einer einzigen Monatsrechnung mit je Vorgang und Fahrer ausgewiesener MwSt. Diese konsolidierten Daten gehen für Erstattungen fürs Laden zu Hause in die Lohnabrechnung und für öffentliche Ladekosten in die Finanzbuchhaltung, sodass das Finanzamt eine einheitliche Prüfkette statt Belegen von einem Dutzend Anbietern sieht.

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